Begleitforschung:

Expert*inneninterviews zu mündlichen Selbstpräsentationen im beruflichen Kontext – Eine qualitative Untersuchung internationaler Fachkräfte in Deutschland

Ziel der Begleitforschung

Die Begleitforschung untersucht, wie internationale Fachkräfte in deutschen beruflichen Kontexten mündliche Selbstpräsentationen wie die Vorstellung am Arbeitsplatz, in Kundenmeetings oder beim Networking erleben, bewältigen und reflektieren. Auf Basis dieser Erkenntnisse wird ein Ausblick auf die Übertragbarkeit in den DaF-Unterricht entwickelt – mit dem Ziel, zukünftig gezieltere, realitätsnahe und kultursensible Sprachförderung zu ermöglichen.

Fragestellungen:

  • Welche sprachlichen, kulturellen und emotionalen Herausforderungen erleben internationale Fachkräfte bei mündlichen Selbstpräsentationen im deutschen Arbeitskontext?

  • Welche Strategien nutzen sie, um sich in diesen Situationen sicher und angemessen zu präsentieren?

  • Wie können diese Erkenntnisse als Grundlage für eine zielgerichtete Unterrichtsentwicklung im DaF-Unterricht dienen?

Die mündliche Selbstpräsentation ist mehr als nur eine Sprachhandlung – sie ist ein zentraler Bestandteil der beruflichen Identitätsbildung und des ersten Eindrucks.

Angewandte Methoden:

1. Problemzentrierte Experteninterviews

  • Ziel: Ein tieferes Verständnis der realen Herausforderungen und Strategien bei Selbstpräsentationen im deutschen Arbeitsalltag.

  • Beteiligte: Internationale Fachkräfte in unterschiedlichen akademischen Berufsfeldern in Deutschland.

2. Qualitative Inhaltsanalyse

  • Die Interviewdaten werden ausgewertet und thematisch interpretiert.

  • Ziel: Strukturierte Muster und typische Herausforderungen identifizieren (z. B. „Überforderung durch fehlende kulturelle Codes“ oder „Zweifel an der eigenen sprachlichen Angemessenheit“).

  • Ausblick

    Übertragbarkeit in den DaF-Unterricht. Ziel ist es, in einer späteren Forschungsarbeit die Erkenntnisse aus den Experteninterviews als wissenschaftliche Grundlage für eine zukünftige, evidenzbasierte Unterrichtsentwicklung zu verwenden.

    Forschungsverantwortliche: Gerlind Mielke